Altersvorsorge | welche Möglichkeiten gibt es?

Welche alternativen Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es?

Die normale Rente und Pension reichen in der Zukunft nicht mehr aus. Wie lässt sich der Lebensabend trotzdem hinreichend absichern?

Altersvorsorge durch Eigentum

Steigende Mieten reduzieren die gesetzliche Altersvorsorge. Wenn Sie eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus erwerben, haben Sie jeden Monat konstante Kosten. Die Rücklagen für spätere Instandsetzungen lassen sich im Laufe der Jahrzehnte planen und ansparen. Hier bietet der Bausparvertrag eine interessante Lösung an. Sobald dieser zuteilungsreif ist, können Sie ihn beispielsweise für eine neue Heizung oder die Altersvorsorge nutzen.

Geraten Sie vor dem Eintritt der Rente in den Hartz IV-Fall, dann stellt das Eigenheim in einer gewissen Größe geschütztes und nur bedingt verwertbares Vermögen da. Müssen Sie ihre Rente beantragen, dann können sie immer noch über die zielgerichtete Verwertung nachdenken.

Der Arbeitgeber hilft bei der Altersvorsorge

Als Arbeitnehmer verdienen Sie ihr Gehalt oder ihren Lohn. Ihr Arbeitgeber kann ihnen jeden Monat einen Betrag spendieren, damit sie auf Dauer eine zusätzliche betriebliche Rente erhalten. In manchen Betrieben bezahlt der Arbeitgeber diese Betriebsrente sogar komplett.
Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer innerhalb Deutschlands ein Recht, einen Teil seines Arbeitsentgelts für die Altersvorsorge anzusparen.
Seit 2019 gibt es eine neue gesetzliche Grundlage. Danach müssen alle Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern einen Zuschuss zahlen. Er beträgt mindestens fünfzehn Prozent der betrieblichen Altersrücklage. Es gibt jedoch eine Voraussetzung, die erfüllt sein muss. Der Arbeitgeber muss auf diesem Weg Sozialversicherungsbeiträge einsparen dürfen. Außerdem gilt diese neue Regelung für Sie nur dann, wenn ihr Arbeitsvertrag ab dem 1.1.2019 abgeschlossen wurde. Erst ab 2022 greift das Gesetz auch für ältere Arbeitsverträge.
Doch wann spart der Arbeitgeber an den Sozialversicherungsbeiträgen? Zuerst wird der vereinbarte Teil des Entgelts in die Betriebsrente eingezahlt. Liegt das verbleibende Monatsentgelt unter der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, dann müssen Sie einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent erhalten.

Der Gesetzgeber gibt den Arbeitgebern jedoch ein Wahlrecht. Sie können beispielsweise die Direktversicherung oder die Pensionskasse wählen. Als Mitarbeiter haben Sie aber kein Mitspracherecht.

Betriebliche Altersvorsorge über die Direktversicherung

Die betriebliche Altersvorsorge über die Direktversicherung ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen eine günstige Lösung. Die Versicherungsverträge können in Gruppenverträgen abgeschlossen werden und sind somit günstiger als Einzelverträge. In der klassischen Variante gilt der Garantiezins. Wurde der Vertrag ab 2015 abgeschlossen, werden meistens 0,9 Prozent vereinbart. Doch von welchem Betrag berechnet sich dieser? Zuerst werden von den Einzahlungen die Bearbeitungsgebühren der Versicherung abgezogen. Dann verzinst der Auftragnehmer den Rest mit dem vereinbarten Zinssatz. Es gibt aber auch die Möglichkeit der Beitragsgarantie. In diesem Fall wird eine Verzinsung eventuell auch ausgeschlossen.

Pensionskassen übernehmen die betriebliche Altersvorsorge

Meistens stehen die Pensionskassen in einer direkten Verbindung mit großen Unternehmen. In diesen Fällen können nur die Mitarbeiter des Betriebs auf diese Kassen zugreifen und etwas für ihre Altersvorsorge tun. Andere Pensionskassen stehen allen Unternehmen und Arbeitnehmers offen. Die Pensionskasse hat gegenüber der Lebensversicherung einen entscheidenden Vorteil. Während die privaten Lebensversicherungen nur mit einem gesetzlich festgelegten Zinssatz von 0,9 Prozent arbeiten darf, können die Pensionskassen mit einem höheren Rechnungszins kalkulieren. Alternativ gründen Lebensversicherungen ebenfalls Kassen dieser Art, um sich einen zusätzlichen Markt zu erobern.

Auch Gutverdienende haben eine betriebliche Altersvorsorge

Viele große Arbeitgeber richten Unterstützungskassen ein, um ihre bessergestellten Arbeitnehmer im Rahmen der Altersvorsorge abzusichern. Sie werden für Mitarbeiter der mittleren und oberen Etagen eingerichtet. Außerdem lassen sich die Einzahlungen steuerlich vergünstigt absetzen. Der Arbeitgeber gewährt meistens eine Mindestauszahlung, die an vertraglich vereinbarte Kriterien knüpft. Auch die Erhöhung durch Zuschüsse ist in diesen Fällen möglich.

Moderne Altersvorsorge im Sozialpartnermodell

Seit 2018 kennt die Altersvorsorge noch einen weiteren Weg. Arbeitgebern und Gewerkschaften steht das Sozialpartnermodell offen. Statt einem Garantiebetrag gibt es für die Altersvorsorge die Zielrente. Sie stellt die Frage, wie hoch die benötigte Rente ausfallen soll. Das System soll über die Tarifverträge Einzug in die Versorgung finden.

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