Geldhilfe für Studenten

Das Märchen vom faulen Studenten

In Zeiten der Bolognareform wird es zunehmend schwieriger für Studenten, nebenbei zu arbeiten. Der Zeitdruck im Studium ist gewaltig, die Finanzierung will jedoch auf die Beine gestellt werden. Nicht jeder hat das Glück, auf wohlhabende und großzügige Eltern zurückgreifen zu können die Geldhilfen gewähren. Was nun? Hier finden Sie eine Liste mit Geldhilfen, auf die Studenten zurück greifen können.

  • Wohngeld: Diese Art der Geldhilfe können Studenten beziehen, die keinen Anspruch auf BAföG haben oder BAföG als Bankdarlehen beziehen (z.B. im Falle eines Zweitstudiums, Teilzeitstudiums usw.). Allerdings gilt das nur, wenn eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Diese liegt bei 860 Euro für eine Person bzw. 1170 Euro bei zwei Personen.
  • BAföG: Diese staatliche Ausbildungsförderung ist für Studenten die ultimative Geldhilfe. Dem Grunde nach handelt es sich beim BAföG um eine Mischung aus Zuschuss und zinslosem Darlehen. Die Hälfte muss zurückgezahlt werden, die andere Hälfte bekommt der Student als staatliche Leistung zugesprochen. Um BAföG zu erhalten, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein: Die Ausbildung muss „förderungsfähig“ sein. Ein grundständiges Studium an einer Uni, FH oder PH ist das i.d.R. Weiterhin muss der Antragsteller die deutsche Staatsangehörigkeit haben (Ausnahmen sind möglich, werden aber selten gewährt). Wenn der Student Ü30 ist, wird es schwierig aber nicht unmöglich. Für den Master gilt die Grenze von 35 Jahren. Zweitausbildungen werden nur unter ganz bestimmten Umständen gefördert. Vor allem wenn die erste Ausbildung abgebrochen wurde, könnte es hier große Probleme geben.
  • Stipendien: Eine Geldhilfe die oft unterschätzt wird ist das Stipendium. Viele Studenten meinen, dass es dieses nur für Hochbegabte gibt. Dem ist aber nicht so. Viele Stipendien richten sich an Kinder von Nicht-Akademikern oder auch an ganz normale Studenten, die außer den regelmäßig erbrachten Studienleistungen nichts besonderes vorweisen können.
  • Studienkredite: Geldhilfen von Banken werden nicht gern in Anspruch genommen weil die Studenten hohe Schulden nach dem Abschluss befürchten. Wenn man aber einen Blick ins Ausland wirft wird man feststellen, dass diese Sorge recht unbegründet ist. In den USA haben Studenten mehrere Hunderttausend Dollar Schulden nach dem Studium, was sind also einige Tausende Euro?
  • Vergütetes Studium: Geldhilfen in Form einer Vergütung gibt es! Die Lösung heißt: Duales Studium. Es handelt sich dabei nicht um eine Geldhilfe im klassischen Sinne sondern eher um eine Doppelbelastung. Job und Studium in einem – das schafft nicht jeder.