Geldprobleme in den Griff bekommen

Für sehr viele Menschen sind Geldprobleme einfach mehr wie bedrückend und kommen einem vor wie eine schwarze Wand. Gerade für diejenigen, die ihren eigenen Umgang mit Geld nicht in den Griff bekommen ergeben sich immer weitere Probleme, die schlimmstenfalls in einen Teufelskreis führen können.

Die Folgen sind eine immer mehr zunehmende Überschuldung und im schlimmsten Falle die Privatinsolvenz. Jedoch muss es so weit nicht kommen, weil es Wege gibt, Geldprobleme ggf. auch unter Inanspruchnahme von Hilfe von Außen oder Hilfe durch die eigene Familie in den Griff zu bekommen.

Der erste Schritt bei Geldproblemen ist zunächst die Selbsterkenntnis. Der Betroffene muss erkennen, dass er sich in einer finanziellen Notlage befindet. Nicht gerade wenigen erkennen erst gar nicht, dass sie Geldprobleme haben, machen Monat für Monat neue Schulden und erhöhen die ohnehin schon bestehende Schuldenlast immer weiter. Oder viele Menschen merken erst gar nicht, dass sie jeden Monat mehr Ausgaben haben, als Einnahmen. Eine solche Situation kann unter Umständen sogar über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleiben, besonders dann, wenn Anschaffungen über Ratenzahlungen und Kredite finanziert werden.

Oft kommen dann die wahren Geldprobleme erst dann zum Vorschein, wenn man eine Rechnung nicht mehr bezahlen kann oder die eigene Bank keine Verfügungen vom Konto mehr zulässt. Wenn man jedoch zunächst erkannt hat, dass man in einer finanziellen Notlage steckt, sollte man zunächst überlegen, was die Ursachen hierfür sind und dann in einem nächsten Schritt, ggf. unter Hinzuziehung von Hilfe, Gedanken angestellt werden müssen, wie die Probleme gelöst werden können.

Mögliche Ursachen, die zu Geldproblemen führen, sind sehr unterschiedlich. Dies kann eigenes Verschulden, der Eintritt unvorhergesehener Vorkommnisse, wie Arbeitslosigkeit, eine längere Krankheit oder eine Ehescheidung sein.

Andererseits gibt es viele Menschen, die Geldprobleme haben, weil sie mehr ausgeben, als sie einnehmen. Oft können unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise Eintritt von Arbeitslosigkeit, nur schwer gelöst werden. Jedoch ist das Problem bei zu hohen Ausgaben, oftmals lösbar. Wer dies nicht alleine schaffen kann, hat die Möglichkeit, eine Beratungsstelle aufzusuchen und die Hilfe eines Schuldnerberaters zu beanspruchen. Durch professionelle Hilfe ist es häufig möglich, Geldprobleme zu erkennen, zu analysieren und durch Ausgabenbegrenzung oder Ausgabenverringerung zu lösen.

Mit Hilfe eines Schuldnerberaters oder mit Hilfe aus dem Bekannten- bzw. Verwandtenkreis sollen ein Überblick über die finanzielle Situation herbeigeführt werden.

Einkünfte: Fragen Sie sich, wie hoch, sind die monatlich eingehenden, sicheren Einkünfte, mit denen Sie rechnen können? Gibt es noch zusätzliche Einkünfte, beispielsweise durch Überstunden oder einen Zweitjob? Sind noch Einnahmen aus Rückzahlungen, wie z. b. Nebenkosten oder Finanzamt zu erwarten? Haben Sie jemand anderen Geld geliehen, was Sie zurückfordern können? Können Familienmitglieder noch zu Ihrem Einkommen zusätzlich beitragen?

Ausgaben: Wie hoch sind die monatlichen Ausgaben für Haus / Wohnung, Pkw, Versicherungen? Welche Summe wird monatlich in bar für Einkaufen, Freizeit oder Fahrtkosten benötigt? Erwarten Sie auch hier noch Nachzahlungen, wie beispielsweise aus Nebenkosten oder Finanzamt?

Schulden: Wie viele Gläubiger gibt es? Wie hoch sind die monatlichen Raten und die Restschulden? In welcher Höhe können Sie sich monatliche Ratenzahlungen leisten?

Wenn Sie die einzelnen Ausgaben und Einnahmen genau beziffern und gegenüberstellen, dann ergibt sich bereits eine Übersicht über die vorhandene finanzielle Situation. Auch ist es für Hilfe niemals zu spät. Geldprobleme können oft mit Hilfe durch Schuldnerberater oder Verwandte gelöst werden. Allerdings müssen Sie auch für Hilfe offen sein. Viele Menschen wollen sich gar nicht helfen lassen oder erkennen ihre Geldprobleme nicht.